Kreta – Insel mit vielen Vorzügen

„Ohja, Kreta ist toll!“ So ungefähr hörte sich am häufigsten die Reaktion darauf an, wenn ich von meinen Urlaubsplänen sprach. Anscheinend war fast jeder schon einmal auf Kreta unterwegs – bloß ich nicht. Aber das sollte sich ja ändern und nun kann inzwischen auch ich sagen: „Oooooohjaaaaa, Kreta ist so toll!“ Aber was macht diese Insel denn so besonders, dass sich eigentlich alle Besucher einig sind?

Punkt 1: Faszination Einsamkeit! Vor allem wenn man zu Fuß unterwegs ist und die vielen Wandermöglichkeiten (davon hat Kreta echt eine Menge) nutzt, kann man in so abgelegene Landstrichen unterwegs sein, dass es streckenweise fast ein bisschen unheimlich ist. Wenn man clever ist und die entsprechende Trittsicherheit mit sich bringt, dann verabschiedet man sich ganz schnell von den Touristenstränden und läuft zu den kleinen Buchten, wo man mit ein wenig Glück einen ganzen Strand für sich hat.

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Punkt 2: Viel Sonne! Kreta liegt so schön südlich, dass da ein ganzer Batzen an Sonnenstunden am Tag zusammen kommt und das hält sich tatsächlich bis Ende Oktober. In den üblichen Sommermonaten ist die Hitze allerdings erbarmungslos. Der Wasserbedarf steigt gefühlt auf das 3fache. Aber die Kretaner (Kretaer? Kretarier? Kreten?) sind unheimlich zuvorkommend und reichen einem IMMER Wasser. Man könnte meinen jeder Einheimische war irgendwann schon mal kurz vorm Verdursten…

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Punkt 3: Kristallklares Wasser! Jaaaaaa…endlich habe ich auch mal das Phänomen „Kristallklares Wasser“ gesehen. Einfach toll, wenn man in das Wasser läuft und auch tatsächlich schauen kann, wo man so hintritt, was bei den vorwiegenden Steinstränden von Vorteil ist.

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Punkt 4: Keine gefährlichen und halbwegs unbekannten Tiere! Das macht das Leben doch echt einfacher. In meinen Augen beherbergt Kreta vor allem Katzen und Ziegen. Die streunenden Straßenkatzen gehen einem eigentlich eher auf den Keks und die Ziegen trifft man entweder tot oder lebendig überall an. Man muss dazu sagen, dass diese angeblichen „Klettermeister“ für jedes bisschen Grünzeug (bei der Dürre ja schon etwas verständlich) halsbrecherisch irgendwelche Steilwände hoch klettern und meinen, dass sie das mit dem Gleichgewicht schon hinbekommen auf 0,5cm² Fläche (überhaupt nicht mehr verständlich). Ich sagte ja – entweder tot oder lebendig…

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Punkt 5: Unaufgeregte Vegetation! Ich gebe zu im Oktober darf man da nicht so viel erwarten, denn im Frühjahr, wenn alles blüht, sieht das garantiert anders aus. Aber ansonsten ist Kreta halt einfach eine sehr heiße Insel und man sollte nicht zu viel Abwechslung in der Pflanzenwelt erwarten. Den einen mag das stören, aber es kann auch ganz entspannend sein. Man kann sich auch mit den ganzen Kräutern, Zypressen und Olivenbäumen zufrieden geben, was jegliches mediterranes Klischee bedient.

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Punkt 6: Pure Gelassenheit! Ohja…die Griechen auf Kreta sind tiefenentspannt und leben einfach in den Tag rein. Für Urlaubsgäste ist das genau die richtige Atmosphäre, aber leben würde man da vielleicht doch nicht wollen. Da wird ja nix fertig, für den Deutschen ist das nix!

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Kreta hat natürlich auch seine Schattenseiten und man fragt sich teilweise kopfschüttelnd, warum die Leute ihren Umgang mit Müll nicht in den Griff bekommen – aber gut, im eigenen Urlaub fällt dieser Aspekt dann unter „Authentisch!“ und es wird halt toleriert. Auch scheint die allgemeine Arbeitsmoral und Arbeitsweise nicht immer effizient, doch als Inselaner hat man wahrscheinlich so und so immer seine eigenen Regeln.

Jedenfalls kann ich einen Besuch dieser größten Insel Griechenlands empfehlen und man kann sich ruhig bisschen mehr Zeit lassen, um Land und Leute kennen zu lernen. Zum Abschalten und Energie auftanken ist es ideal und die Insel hat auf jeden Fall ihren ganz eigenen Reiz. Wassersportler, Sonnenanbeter, Geschichtsinteressierte, Wanderer und auch Faulenzer können sich auf diesem Fleckchen Erde wohl fühlen und finden immer was zu tun (oder halt einfach mal nicht!).

Eure Gustelli

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